Kaiserbrötchen


Was soll man tun, wenn man jede Menge süßer Cupcakes, Torten und Gebäck auf der Pläne-Liste hat, der Ehemann aber gar nicht so auf Süßkram steht und sich für das Wochenende den langweiligsten Punkt der Liste aussucht?
Ich hab also zum ersten Mal eigene Brötchen gemacht! ;-) Und das war gar nicht so langweilig, wie ich dachte, sondern spannend und frisch aus dem Ofen total lecker.

Das Rezept stammt von marla21 auf chefkoch.de. Es ist nicht schwer, aber man muss etwas Zeit mitbringen, weil der Hefeteig immer wieder für einige Zeit gehen muss.

Also: Aus 150g Weizenmehl (Typ 1050), 135ml warmem Wasser und 10g frischer Hefe einen Vorteig herstellen - das heisst, diese Zutaten mit den Knethaken der Küchenmaschine verkneten. Den Vorteig eine halbe Stunde stehen lassen.
Danach werden die restlichen Zutaten zum Teig gegeben: 350g Weizenmehl (Typ 550), 150ml Wasser (ich habe etwas mehr genommen als im Chefkoch-Rezept steht), 10g Salz, 20g Schweineschmalz und 1/2 TL Honig.
Das alles wird ca. 10 Minuten mit der Küchenmaschine verknetet und darf dann noch einmal 20 Minuten ruhen. Ich heize den Backofen dafür ein ganz klein wenig hoch - so auf 40 Grad - , stelle ihn dann aus und lasse den Teig in der Rührschüssel im geschlossenen Backofen gehen.

Den entstandenen Hefeteig kann man dann aus der Schüssel auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben:


...und in 10 Teile aufteilen. Das fand ich am Einfachsten, indem ich mit einem Messer Linien auf der Teigkugel gezogen und diese dann mit einem Schaber durchtrennt habe.



Diese "Teiglinge" dürfen nochmal 10 Minuten ruhen, bevor man sie nach Wunsch formt.
Für das Formen habe ich drei Möglichkeiten ausprobiert.

1. Teiglinge mit einem Schaber (oder Messerrücken) dreimal eindrücken:


2. Einen Apfel-Ausstecher verwenden. Ich habe keine Ahnung mehr, woher ich den habe - aber er hat ein interessantes Muster in die Brötchen gezeichnet. Dabei hat es geholfen, die Klingen des Ausstechers vorher mit Mehl zu bestäuben, damit der Teig nicht daran kleben bleibt.


3. Knoten formen. Das fand ich ehrlich gesagt am Coolsten. Dafür eine Schlange aus dem Teig formen und die beiden Enden miteinander verknoten:


Danach wird das unten liegende Ende von oben in das Loch in der Mitte gesteckt, und das oben liegende Ende von unten:


Die geformten Teiglinge dürfen noch einmal 40 Minuten ruhen (ein tolles Leben haben die!), bevor sie dann bei 250° Ober-/Unterhitze gebacken werden (na, vielleicht möchte ich doch nicht tauschen). ;-)

Um eine schöne Kruste hinzubekommen, muss es im Ofen etwas feucht sein. Dafür kann man mit einer Spritzpistole (ich hatte eine hier, die wir mal für Blumen verwendet haben, allerdings nur mit Wasser, also ungefährlich) ein paar Mal in den Ofen spritzen, wenn die Brötchen grade hereingeschoben wurden.
Nach 10 Minuten wird der Ofen dann einmal geöffnet, um den Dampf herauszulassen. Danach werden die Krusten nicht mehr brauner, aber die Brötchen backen in weiteren 15 Minuten fertig durch.


Ich war wirklich überrascht, wie "professionell" die Brötchen waren - ich hätte sie nicht von welchen vom Bäcker unterscheiden können. :-)



Geschmacklich waren sie ganz neutral (also eher langweilig), aber das sollte ja auch so sein. Nächstes Mal werde sie anreichern und Zwiebelbrötchen oder Körnerbrötchen daraus machen!

4 Kommentare:

  1. Doofer, langweiliger Ehemann :)
    Direkt aus dem Ofen waren sie tatsächlich prima.
    Am nächsten Tag waren sie für meinen Geschmack schon etwas zu trocken und die Kruste zu hart.

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  2. Ich fand sie nach dem Auftoasten noch ganz gut, aber da kann ich wohl tatsächlich noch was verbessern. Nächstes Mal. :-)

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  3. Der Apfelausstecher scheint von Ikea zu sein....

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    1. Stimmt, da habe ich ihn auch letztens wieder gesehen! :-)

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